Reiseleben

Die 5 schönsten Orte auf Korsika

Heute möchte ich meine persönlichen Lieblingsplätze auf der Insel mit dir teilen und dir die 5 schönsten Orte auf Korsika zeigen. Es gibt natürlich noch so viele weitere. Diese hier sind nach 9 Monaten auf der Mittelmeerinsel meine persönlichen Highlights.

Das Außergewöhnliche auf Korsika ist die wunderbare Vielfalt hier. Du hast traumhafte Strände gleich neben hohen Bergen und glasklaren Flüssen mit Badebuchten.

Momentan wohnen wir hier in einem Haus nah am Meer mit Blick auf Schafweiden und Bergpanorama. Während hier unten der Frühling Einzug hält und alles blüht, liegt auf den Bergwipfel noch Schnee.

Angekommen sind wir mit der Fähre von Sardinien im Süden der Insel und dort möchte ich dir auch den ersten der 5 schönsten Orte vorstellen.

1. Bonifacio

Wir kommen mitten im Sommer dort an und durch den kleinen Hafen fahren zahlreiche riesige Yachten. Die Altstadt thront auf den Klippen über dem Meer und man hat eine wunderbare Aussicht von hier oben. Der Kontrast zwischen den hellen Kreidefelsen und dem Meer ist außergewöhnlich. Wir gehen hinauf bis auf die Spitze der alten Stadtmauer und beobachten, wie die großen Luxusyachten durch den schmalen Hafen zirkeln.

Das Wasser ist glasklar und schimmert von leuchtenden Türkistönen bis hin zu tiefstem Blau. In der kleinen Altstadt ist viel Trubel. Zahlreiche Touristen schlendern durch die engen Gassen. Es duftet nach franzöischem Essen. Hinter der Stadtmauer führt ein Spazierpfad an den Klippen entlang. Hier ist es sehr viel ruhiger und wir gehen entspannt ein Stück spazieren. Wir gelangen an einen weiteren Aussichtspunkt. Von hier aus sieht die Stadt besonders eindrucksvoll aus. Sie scheint über dem Meer zu schweben.

Besonders schön ist auch die Umgebung von Bonifacio. Es gibt Wanderpfade direkt an der Küste entlang, bei denen du an wunderschönen, kleinen Buchten vorbeikommst.

2. Cala Stagnolu
Cala Stagnolu
Plage de Rondinara
Cala Stagnolu

In der Cala Stagnolu findest du einen der traumhafsten Strände von Südkorsika. Er liegt in der Nähe des etwas bekannteren Plage de la Tonnara, der durchaus touristischer ist. Was die Strände im Süden der Insel angeht, so ist einer schöner als der andere. Wir sind ebenfalls sehr gerne an den Plage de Rondinara, den Plage de Balistra oder Canetu Beach gefahren.

Das Tolle ist, selbst in der Hauptsaison kann man fast überall mit dem Hund an den Strand. Die meisten Strände sind sehr naturbelassen und auch in der Hauptsaison nicht überfüllt. Ist einmal ein Strand relativ voll, so findet man oft gleich daneben eine weitere Bucht.

Ein Vorteil bei der Cala Stagnolu ist ein kleiner Wanderweg, der direkt an der Küste entlang führt. Du kannst hier wunderbar mit dem Hund spazieren gehen und es gibt zahlreiche winzige Buchten, wo du einen kleinen Strand für dich alleine hast. Es lohnt sich den Sonnenuntergang an der Südküste der Insel anzuschauen. Die Sonne färbt die Felsen leuchtend rot und erschafft eine besonders mysthische Atmosphäre. Allerdings sollte man dann nach dem Sonnenuntergang gleich aufbrechen, da die Moskitos in der Dämmerung sehr aktiv sind.

Ein echtes Highlight für mich: Ich habe beim Schnorcheln  viele kleinen Rochen entdeckt. Diese habe ich zum ersten Mal in Natura gesehen.

3. Col de Bavella

Wir waren viele Male sowohl  im Tal als auch weiter oben in den Bergregion auf dem Weg zum Col de Bavella. Es ist ein wahres Naturparadies. Du kannst in zahlreichen Badebuchten (auf Korsika auch Gumpen genannt) schwimmen gehen. Du kannst eine Flusswanderung oder Canyoningtour machen.  Es gibt Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden. Auch der Fernwanderweg GR 20 führt weiter oben durch die Berge.

Du kannst dich auch gemütlich auf die Terrasse des Gasthofs „Les Aiguilles de Bavella“ setzen und bei 1200 m Höhe  deinen Blick von den Bergen bis hinunter aufs Mittelmeer schweifen lassen. Für mich ein faszinierendes Gefühl inmitten der Bergwelt aufs Meer schauen zu können.

Wir haben uns an eine Flusswanderung gewagt. Das war ein sehr beeindruckendes und spannendes Erlebnis. Zudem das Wasser zwar erfrischend aber nicht kalt war. Wir sind über große Steine durch den Fluss geklettert, durch zahlreiche Wasserbecken geschwommen und haben einen Wasserfall nach dem nächsten bestaunt. Die Natur um uns herum war atemberaubend. Das klare, hellgrüne Wasser hat sich im Sonnenlicht an den Felsen reflektiert. Die Ränder des Flusses waren üppig bewachsen und immer wieder kamen wir an kleinen Buchten mit Sandbänken vorbei.

Wir hatten unseren Hund dabei. Auch wenn er viel Spaß hatte, würde ich dir nicht empfehlen den Hund von ganz oben mitzunehmen. Einige Stellen waren doch recht steil und anspruchsvoll. Wenn du die Flusswanderung von unten an der Brücke beginnst, kannst du deinen Hund sehr gut mitnehmen. (Dort ist der Start der Flusswanderung auch bei Googlemaps gekennzeichnet: Le ruisseau de Fiumicelli ) Wir sind sehr viel weiter oben in den Fluss eingestiegen und waren fast 3 Stunden unterwegs.

Du hast übrigens auch an mehreren Stellen die Möglichkeit, an der Straße D268 zu parken und von dort aus direkt an eine Badegumpe zum Schwimmen zu gehen. Eine wunderbare Abkühlung im Sommer.

Leider haben wir in diesem Winter auch ein großes Feuer im Tal von Bavella miterlebt. Wir konnten es von unserem Ferienhaus an der Küste sehen. Es hat Spuren hinterlassen, aber viele Bereiche sind zum Glück verschont geblieben.

4. Lac de Nino

Der Ninosee ist nicht so leicht zu erreichen. Man sagt, man muss ihn „erklimmen“ und ich bin dabei ehrlich an meine Grenzen gekommen. Ein geübter Wanderer wird darüber wohl schmunzeln und ich selbst habe auch die Berichte im Internet über diejenigen, die die Wanderung abgebrochen haben, nicht so ernst genommen. Doch gerade das letzte Drittel der Wanderung hat es echt in sich.

Aber ich fange mal von vorne an: Erst einmal sind wir mit dem Auto in die Berge gefahren und haben uns ein schönes kleines Hotel in Calacuccia gesucht. Dann sind wir mit dem Auto zum Wanderparkplatz Maison Forestière de Poppaghia. Das war schon eine echte Abenteuertour für den Hund, weil überall freilaufende Kühe, Ziegen und halbwilde, kleine Hausschweine unterwegs waren. Begeistert hat er die ganze Fahrt über den Kopf aus dem Fenster gestreckt.

Vom Parkplatz aus ging es einen schönen Waldweg sanft berghoch. Das war sehr leicht. Danach führte uns der Weg über Felsen und Geröll steil nach oben. Es war mittlerweile Mittag und die Sonne heizte die Luft auf. So steil bergauf bei Hitze ist nicht gerade meine Stärke, aber ich hatte mich entschieden, den Ninosee zu sehen und aufgeben war keine Option. So kamen wir schließlich nach gefühlt 100 Pausen tatsächlich oben an.

Und was soll ich sagen: Es hat sich wirklich gelohnt. Es war, als wäre man plötzlich in einer anderen Welt. Die Stille, die Weite, der wunderschöne See umgeben von tiefgrünen Wiesenmatten, die Pferde und Kühe, die entspannt grasten … Das war einfach herrlich. Wir haben am See gelegen und diese tiefe Ruhe und Harmonie, diese ursprüngliche, wilde Natur einfach genossen. Das war eine Wohltat nach der Tour. Und zurück den Berg hinunter war auch nicht mehr so schwer.

5. Fangotal bei Galéria

Das Fangotal ist sehr bekannt und beliebt, meiner Meinung nach auch zu Recht. Es ist schon ein besonderes Feeling die Küstenstraße im Westen der Insel entlang zu fahren. Mit vielen Kurven schlängelt sie sich dicht oberhalb über dem Meer die Felsen entlang. Schnell war uns klar, warum wir diese Tour ohne Wohnwagen gemacht haben. Den langen Anhänger haben wir nämlich in Calvi stehen lassen.

Angekommen am Parkplatz (an der Ponte Vechiu), wo du die Flusswanderung gut starten kannst, ist schnell sichtbar, dass das Fangotal sehr touristisch ist. Wir bekommen eine kleine Einweisung, mit dem Hinweis, dass es am Nachtmittag Regen geben könnte und wir dann sofort das Flussbett verlassen sollten. Noch ist strahlender Sonnenschein.

Der Weg am Fluss entlang ist sehr leicht und bequem zu gehen. Du kannst immer wieder runter zum Fluss und dich abkühlen. Wir haben Glück, es ist schon Ende der Saison und nicht allzu viel los. Das Wasser ist auch hier sehr klar und wir machen ein paar Unterwasseraufnahmen von Carlos. Wir haben einen wunderbaren Tag und essen anschließend noch hervorragend in La Ciucciarella im nahegelegenen Ort.

Und zum Abschluss hier mein Geheimtipp für dich. Es ist ein wilder Strand ganz hier in der Nähe unseres Ferienhauses, am Salzsee „Etang de Palo“ nähe Ghisonaccia.

Da kannst du wunderbar am Strand spazieren gehen. Und direkt neben dir im See stehen die Flamingos vor dem Bergpanorama. Wir waren diesen Winter so oft dort und ich bin immer noch jedes Mal aufs Neue fasziniert.

Du fährst zum Parkplatz Etang de Palo und gehst zu Fuß zum Strand. Du hältst rechts und gehst einen kleinen Pfad paralell zum Strand entlang. Nach ca. 500 m siehst du auf der linken Seite den Salzsee mit den Flamingos.

Das waren meine 5 Lieblingsorte auf der Insel. Falls du auch schon einmal auf Korsika warst, schreib mir gerne im Kommentar, welche Orte dir hier besonders gut gefallen haben.

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